Über Yoga


Was ist Yoga und woher kommt es?
Yoga kann mit „Einheit“ oder „Harmonie“ übersetzt werden und ist eine vor tausenden von Jahren aus Indien stammende Lehre, die eine Reihe von körperlichen und geistigen Übungen umfasst. Bereits seit über hundert Jahren ist Yoga auch im Westen für seine ausgleichende und positive Wirkung bekannt, bringt Körper, Atem und Geist in Einklang. Die körperlichen Haltungen/Posen "Asanas" genannt, werden praktiziert um Kraft, Flexibilität, Ausdauer, Gleichgewicht und innere Ruhe zu trainieren.
In den klassischen indischen Schriften werden 4 Yogawege beschrieben: Raja Yoga nennen sich die meditativ orientierten Stufen des Achtgliedrigen Yoga nach Patanjali (auch Ashtanga Yoga genannt: 'Asta' = acht, 'Anga' = Teile) Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis, intellektuelle Richtung) Karma Yoga (Yoga der Tat, des selbstlosen Handelns) Bhakti Yoga (Yoga der Verehrung/Hingabe) Ursprünglich war Yoga vermutlich ein rein spiritueller Weg, und es ging vor allem um Erleuchtung durch Meditation. Die vielen Asanas entstanden erst im Laufe der Zeit, und ihr vorrangiges Ziel war zunächst, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz - also in der Regel im vollen Lotossitz -verweilen konnte. Mit der Zeit wurde immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen erkannt. Die Asanas wurden weiter entwickelt, und die körperliche Betätigung im Yoga bekam einen immer höheren Stellenwert.


Was ist Vinyasa Yoga?
Die Asanas (Körperhaltungen) werden zu einem fliessenden und dynamischen Bewegungsablauf verbunden. Die Abläufe sind so modifiziert, dass jeder sie erlernen und ausführen kann. Von einfachen bis komplexen und sehr kraftvollen Bewegungsmustern vereinigt Vinyasa Yoga eine einzigartige Körpererfahrung und weckt eine neue und intensive Körperwahrnehmung. Die Asanas geben Kraft und lösen körperliche wie emotionale Blockaden.
Bei dem Ausführen der Übungen steht der gleichmässige und tiefe Atemfluss im Vordergrund. Die verschiedenen Positionen werden in einen anmutigen Fluss mit dem Ein- und Ausatmen praktiziert.
Dieses atemsynchrone Bewegungsmuster nennt sich Vinyasa-Flow; fliessende Sequenzen, die dem Fluss der Atmung folgen. Vinyasa Yoga steht für den Prozess der eigenen Entfaltung und Disziplinierung. Die Vereinigung von Körper, Geist und Seele ist das letztendliche Ziel. Vinyasa Yoga beruhigt den Geist und öffnet das Herz.
Asthanga Yoga ist die Urmutter des Vinyasa Yogas.


Was ist Yin & Yang Yoga?
Yin & Yang Yoga ist eine ganzheitliche Yogapraxis, welche sich aus dem Hatha-Yoga heraus entwickelt hat und ein ungehindertes Fliessen der Vitalkraft fördert. 
Wissen und Erfahrung aus der Meridian-Lehre der chinesischen Medizin wird mit der Yogapraxis in Verbindung gebracht. Dabei geht es hauptsächlich darum, unsere aktive und passive Seite ins Gleichgewicht zu bringen, sowohl
auf physischer als auch psychischer Ebene.


Was ist Yoga 50+ (Yoga sanft)?
Yoga für Menschen mit Beschwerden oder Handicaps ab 50 ist ein ruhiges Yoga, welches auf die Bedürfnisse älterer Körper abgestimmt ist. Durch gezielte Körperübungen, die in erster Linie mobilisieren, aber auch dehnen und kräftigen, kann eine erhöhte Beweglichkeit, Koordination, Reaktion und Stabilität erreicht werden. Yoga vertreibt Steifheit und Trägheit aus dem Körper und verbessert die Lebensqualität. Yoga 50+ ist für alle geeignet, die mit Ihrem Körper etwas achtsamer umgehen sollten. Sehr gut geeignet bei Rückenproblemen, Gelenkschmerzen, Arthrose oder Bluthochdruck. In den Stunden wird oft mit Hilfsmitteln, wie z. B. Blocks und Gurten (ggf. auch auf oder mit dem Stuhl) gearbeitet, um so individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen TeilnehmerInnen einzugehen.


Was ist BodyYogArt?
BodyYogArt ist ein funktionelles Ganzkörpertraining, das je nach Programm verschiedene Schwerpunkte auf Kraft, Flexibilität, Energie oder funktionelles Kardio-Training setzt. Die Übungen werden langsam mit ruhiger Atmung und Konzentration durchgeführt, um das Körperbewusstsein und die Energie im Alltag zu steigern. Das Training kombiniert Elemente aus Yoga, Pilates, Qi Gong,TaiChi und der Physiotherapie.


Was heisst Asana?
Sitz, Matte, Körperhaltung. Die Bedeutung "Yoga-Haltung" sowie "Pose" ist die bekannteste.

Was ist ein Chakra?
Mit Chakra (wörtl: Rad, Diskus, Kreis) werden in traditionellen südasiatischen Konzepten aus dem tantrischen Hinduismus, dem tantrisch-buddhistischen Vajrayana und dem Yoga sowie davon abgeleitet in einigen neuzeitlichen europäischen und nordamerikanischen esoterischen Lehren subtile Energiezentren zwischen dem materiellen Körper und dem subtilen Körper des Menschen bezeichnet. Diese werden als durch subtile Energiekanäle verbunden vorgestellt. Alte indische und tibetische Texte sprechen von 72.000 bis 350.000 Energiekanälen im Körper. In der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gibt es teilweise ähnliche Vorstellungen mit einer eigenen Terminologie.

Sieben solcher Chakren werden als Hauptenergiezentren des Menschen angesehen und befinden sich nach der Chakrenlehre entlang der Wirbelsäule bzw. in der senkrechten Mittelachse des Körpers. Diese werden durch den angenommenen Energiekanal (als Sushumna oder Haralinie bezeichnet) verbunden, durch den auch die Kundalini-Kraft aufsteigt. Verschiedene Lehren und Schulen variieren in ihren Auffassungen bezüglich Details wie Anzahl und genauer Lokalisation der Chakren. Darüber hinaus existieren Chakren als Energiezentren nicht nur im Rahmen unseres physischen Körpers, sondern auch außerhalb, jedoch fast durchgehend entlang der Sushumna zwischen Himmel und Erde verteilt.


Was heisst Namasté?
"nam" = verbeugen. Ich verneige mich vor Dir.
Eine Grussformel und Grussgeste, die sinngemäss "Ich grüsse das Göttliche in Dir" bedeutet.
Beide Innenhandflächen werden dabei in der Nähe des Herzens zusammengeführt, an die Brust gelegt und mit einer Verbeugung begleitet.


Was ist Shavasana?
Bei der Ruhehaltung liegen die Übenden mit geschlossenen Augen auf dem Rücken, wobei sie ihre Arme und Beine etwa im 45° Winkel abspreizen und sich auf ihre Atmung konzentrieren, ohne diese dabei aktiv zu beeinflussen. Während der Dauer der Haltung, mehrere Minuten, manchmal auch bis zu etwa 30 Minuten, sollen alle Gliedmaßen nach und nach entspannt und alle Kontrolle über den Atem, den Geist und Körper gelöst werden. Anschließend wird
die entspannte Haltung durch kontrollierte Atmung und Strecken der Arme und Beine langsam wieder aufgehoben.


Was ist Spiraldynamik (Medical Yoga)?
Spiraldynamik® vermittelt neue Qualität, Präzision und Klarheit in den einzelnen Asanas. Jede Körperhaltung kann so optimiert und verfeinert werden, klar, verständlich und übertragbar in den Alltag.
Das Konzept der Spiraldynamik® deckt sich mit den traditionellen Asanas. Östlich-traditionelle und westlich-innovative Bewegungsmedizin ergänzen sich perfekt. Dreidimensionale Orientierung in Körper und Raum sowie geistige Präsenz präzisieren und vertiefen die Wirkdung der Asanas. Präzision im Hatha-Yoga bedeutet Strukturwandel und vertiefte Wahrnehmung im Sein.


Was sind Faszien?
Die Faszien sind das Bindegewebe, das jede Muskelfaser, jedes Muskelbündel und jedes Organ umschließt. Sie sind
die elastische Hülle, die dem gesamten Körper seine anatomische Form gibt. Es ist eine aus dem Mesoderm entstandene Bindegewebeschicht, die anatomische Strukturen gleichzeitig verbindet und trennt.
Welche Funktionen haben Faszien?
Sie geben uns Struktur, halten das Wasser im Körper und sorgen wie ein Schmierfilm für ein reibungsloses Gleiten der Muskelstränge und Organe. Neben Schutzfunktionen, Trägerfunktionen (für Nerven und Gefässe) und zahlreichen anderen wichtigen Aufgaben sind die Faszien auch Speicherort von Emotionen. Nicht selten kommt es daher auch zu erstaunlichen emotionalen Reaktionen beim Menschen.
Gestörte Faszien wirken wie Sand zwischen zwei Glasscheiben. Dann wird die Funktionalität zwischen den Muskeln
bzw. den Organen eingeschränkt.
Was sind die Ziele des Faszientrainings?
Das Faszientraining sind einfache, leicht zu erlernende Techniken, die verklebte Strukturen lösen und eine physiologische Bewegung ermöglichen. Das führt zu einem Gefühl der Befreiung und Leichtigkeit, einer Wiederherstellung der elastischen Kräfte.


Was ist der Sonnengruss?
Der Sonnengruss (Sanskrit, Sūrya Namaskāra, wörtl.: Ehre sei dir, Sonne) auch „Sonnengebet“ oder „Gruss an die Sonne“ genannt, ist eine Abfolge von (normalerweise) zwölf Yogahaltungen (Asanas), die dynamisch, d. h. im Atemrhythmus ineinander übergehend, geübt werden.
Der Sonnengruss eignet sich gut zum Aufwärmen am Beginn einer Yogastunde bzw. als Aktivierungsübung am Morgen (der aufgehenden Sonne zugewandt). Die Übungsreihe wirkt belebend auf Körper, Geist und Seele. Die Gelenke werden mobilisiert, Muskeln und Bänder gedehnt sowie das Herz-Kreislaufsystem trainiert.
Der Sonnengruss soll die Ehrfurcht vor der Sonne und der Gottheit, tiefe Demut und Dankbarkeit diesen gegenüber zum Ausdruck bringen, was sich auch in den Haltungen (gefaltete Hände, Verbeugungen) zeigt.
Als eine Variante existiert der sogenannte kleine Sonnengruss, der etwas leichter auszuführen ist. Auch vom kleinen Sonnengruss gibt es mehrere Ausführungsformen.